Die zweite, überarbeitete Ausgabe des Buches nimmt auf die aktuellen Auseinandersetzungen um die Kritik der Islamkritik Bezug, plädiert aber nachdrücklich für ein informiertes Nachdenken über die eigenen religionshermeneutischen Annahmen, bevor man sich meinungsstark über andere Religionskulturen äußert. Der Weg hin zu einer neuen religionspolitischen Streitkultur ist ohne einen Zugewinn an religionswissenschaftlichem und theologischem Grundwissen nicht zu haben. Auch deshalb wurde die zweite Auflage um fünf didaktisch aufbereitete religionspolitische Seminare erweitert.
Mit einer Analyse der Positionen der Islamkritiker (Sarrazin) und der Kritiker der Islamkritik (Bahners)
Sind Religionen gefährlich? Die Debatte in Deutschland nimmt an Schärfe zu. Apokalyptische Untergangspropheten und diejenigen, die vor Panikmache warnen, reden aneinander vorbei – gerade weil sie sich immer nur über den Islam streiten. Das Nachdenken über eigene wie fremde religionskulturelle Traditionen wird dabei ebenso vernachlässigt wie die Pflege theologischer Kompetenz.
