Goldgräberstimmung in Berlin-Brandenburg in den Jahren der deutschen Vereinigung: sie hat auch neugierige Wissenschaftler wie Professor Jörg Kemmler erfasst. Es gibt viele wie ihn, die beraten und forschen, enthüllen und aufbauen wollen. Das von ihm geleitete Institut gerät in ein undurchschaubares Geflecht aus einflussreichen Consultants, ausländischen Investoren eines ominösen Wirtschaftskonglomerats, der mächtigen Treuhandanstalt und Ministerialbeamten. Jörg Kemmlers Wege durch das Dickicht dieser neuen Lebensverhältnisse führen bis nach Mexiko und enden nach sechzehn Jahren vor dem Tribunal eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses.
„Die kühneren Tage“ zieht Bilanz: Der Autor als Wissenschaftler mit Insiderwissen erzählt von den Ereignissen dieser Zeit, die bis heute noch nicht aufgearbeitet wurden. Er blickt in die Abgründe der Wissenschaftsorganisation und wirft ein Licht auf ihre fatalen Abhängigkeiten.
Der Blick eines Insiders in die Abgründe des Wissenschaftsbetriebs
