Gott im Reiskorn

Das Reich am Hindukusch, von sattblauen Gestirnen überrannt, ein Reich der Ungeduld und der poetischen Zeit, welche sich sagte, unsere Eroberung ist das Gedicht!

Mariam Kühsel-Hussaini erzählt in ihrem eindrucksvollen Debüt die Geschichte ihrer Familie, deren Wurzeln bis zu Mohammed zurückreichen. In einer unerhörten Sprache, die Orient und Okzident zu vereinen scheint, schenkt sie uns Einblicke in die orientalisch-afghanische Kalligraphie und Poesie und den unermeßlichen Reichtum einer Kultur, die wir inzwischen entstellt wissen. Dabei nutzt sie die deutsche Sprache in ihrer ganzen Farbigkeit, umspricht die Sprache selbst, umläuft und besingt sie zur selben Zeit, in der sie auch die Geschichte erzählt, die von der Begegnung unterschiedlicher Welten und vom Erdulden der Gegensätzlichkeit handelt.

 

Gott im Reiskorn

Roman

Etwa 240 Seiten mit 14 Abbildungen, gebunden
€ ca. 22,90 (D), € ca. 23,60 (A)
ISBN 978-3-940432-88-9

Pressestimmen

»Ein bittersüßer Gesang, voller Wehmut über die verlorene Heimat, aber auch voll feierlichem Stolz und Dankbarkeit für das Erbe [der] Familie. (…) verblüfft [durch] Mariam Kühsel-Hassainis bildstarke, erstaunlich reife und ausgesucht selbstbewusste Sprache, die mit jeder Beschreibung, jedem exakt gezogenen Adjektiv-Schnörkel einer eigenen Kalligraphie folgt.«

Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02. Oktober 2010

»Mariam Kühsel-Hassaini hat mit diesem erstaunlichen, in vielen Farben leuchtenden und viele Tonlagen erprobenden Roman großen Mut bewiesen. Aber nicht allein das sprachmusikalische Wagnis weckt Bewunderung ... Es kommt hinzu eine geradezu vollkommene Unbefangenheit gegenüber jeder ästhetischen Norm (…) Nicht zuletzt gehört dazu das unvermittelte Nebeneinander von Reflexion und Poesie, das dieses Buch zu einem unerschöpflichen Bilder- und Gedankenschatz macht.«

Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 19. Oktober 2010

»Die Sprache ihres Romans ist auf sympathische Weise altmodisch, aber auch ganz unerhört- denn hier scheint sich eine orientalische Melodie und eine uns fremde Bilderwelt mit dem heutigen Deutsch zu verweben.«

Denis Scheck, Druckfrisch, 19. Dezember 2010