»Ich lese Schiller. Unweit liegt ein nackter alter Herr im Gras, einen Regenschirm über dem Kopf ausgespannt.« Franz Kafka, 15. Juli 1912
Schiller war der Dichter der Freiheit. Wie frei war er selbst? Wie frei sollen oder dürfen wir uns im Umgang mit ihm fühlen? In diesem Buch interessieren die Facetten dieses dichtenden Denkers und vielschichtigen Menschen, das Oszillieren zwischen maßvollem Sprechen und riskierter Lippe, Liebesverlangen und Abstraktion, Kulturkritik und Kulturentwurf. Alles Denken drängt zur Versinnlichung: ihr Symbol ist der Apfel des Dichters.
