Marcia Pally beschreibt das Absurde, das Paradoxe und das Bewegende in Amerika und in Deutschland unserer Zeit. Sie hat das Oval Office als Kulisse für Reagan und Obama beobachtet. Sie hat den Checkpoint Charlie als letztes Symbol des guten Amerikaners erlebt und als ersten Schauplatz eines »Russian-émigré tourist-junk«-Kapitalismus. Als konsequente Satirikerin beobachtet sie den amerikanischen »Medizin-Tourismus« für Ausländer mit Krankenversicherung, während sich die Amerikaner diese selbst nicht leisten können: »Das Bein soll amputiert werden? Wie wäre es denn mit einer Pediküre für das andere?«
Ich kann in die Kirche gehen, auch wenn ich vielleicht so meine Zweifel habe, ob Jesus tatsächlich fünf Laib Brot in Speisen für 5.000 Menschen verwandelt hat. Aber wenn ich 5 Dollar verleihe, dann muss ich glauben, dass ich 5.000 zurückbekomme.
