Die Zukunft einer Provokation

Offenbarungsreligionen – mit ihren unbedingten und umfassenden Ansprüchen – und Verfassungsstaaten – weltanschaulich neutral und liberaldemokratisch: Hat ihre wechselseitige Provokation eine Zukunft?

Politik und Religion sind – vom ersten Säkularisierungsschub im antiken Griechenland über das mittelalterliche Gottesgnadentum weltlicher Herrschaft bis zum neuzeitlichen Verfassungsstaat hin – in ihrem schwierigen Verhältnis nur historisch zu verstehen. Die Zukunft der wechselseitigen Provokation zwischen Religion und Politik hängt davon ab, dass religiöse Gemeinschaften, komplementär zur Liberalität des Verfassungsstaates, eine religiöse Liberalität ausbilden. Eine freiwillige Bereitschaft, Geltungsansprüche zu privatisieren und abweichende demokratische Entscheidungen zu akzeptieren sowie abweichende religiöse Überzeugungen zu tolerieren.

Die Zukunft einer Provokation

Religion im liberalen Staat

ca. 240 Seiten, gebunden
€ 39,90 (D), € 41,10 (A)
ISBN 978-3-940432-65-0