Der vorliegende Band richtet die Aufmerksamkeit auf den Begriff der Individualität als einer Leitkategorie humaner Selbstdeutung. Er zeigt die bis in die Antike reichenden philosophischen und religiös-weltanschaulichen Wurzeln des Individualitätsdenkens auf. An einigen exemplarischen Entwürfen neuzeitlicher Philosophie wird sodann nach den Konstitutionsbedingungen eben dieser Individualität gefragt. Wie kommt es, dass Individuen ihrer Einzigartigkeit ansichtig werden, sich aber genau damit als exemplarischen Fall des Allgemeinen begreifen und die Bereitschaft entwickeln, sich mit ihren individuellen Gaben und Fähigkeiten zur Mehrung des Reichtums der Menschheit beizutragen?
