Religiöses Sprechen ist Ausdruck der Befindlichkeit eines gläubigen Subjekts. Es bringt die Unbedingtheit der Bindung an Gott zur Sprache und eine Hoffnung auf Heil, die die gegebene Erfahrung überschreitet. Andererseits bedient sich religiöses Sprechen vorgegebener Aussagen und Sprachformen; denn religiöses Sprechen will auch Beziehung, Zugehörigkeit und Identität stiften. Das christliche Bekenntnis schließt sich deshalb an Erzählungen und Glaubensformeln an, die in der biblischen und kirchlichen Überlieferung feste Gestalt gefunden haben.
Die Beiträge dieses Bandes betrachten diese Spannung aus dem unterschiedlichen Blickwinkel der einzelnen theologischen Disziplinen. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Anteil des Biografischen.
Religiöses Sprechen will Beziehung, Zugehörigkeit und Identität stiften
