Europas Angst vor der Religion

Nicht die Religionen sind ein Problem für Europa, sondern die Annahme, dass nur säkulare Gesellschaften demokratische Gesellschaften sein können.

Es ist ein europäischer Mythos, dass aus den Religionskriegen des 16. und 17. Jahrhunderts der säkulare Staat entstanden sei. Zunächst entstanden nämlich – als Folge der Religionskriege – absolutistische Nationalstaaten mit einer Neigung zu konfessioneller Territorialisierung - wie im Falle Frankreichs. Säkularisierung führt auch nicht notwendig zu Demokratisierung, wie das sowjetische Beispiel zeigt.

Europas Angst vor der Religion

Deutsch von Rolf Schieder

Etwa 180 Seiten, gebunden
€ 19,90 (D), € 20,50 (A)
ISBN 978-3-940432-47-6

Pressestimmen

»Ein spannendes Buch von einem Religionssoziologen, der sich nicht scheut, Provokantes auszusprechen und der sich wünscht, dass wir Europäer uns mehr Gedanken machen sollten um unsere religiöse Zukunft in Europa.«

Christian Döring, Evangelium in Rundfunk und Fernsehen

»José Casanova bietet keine einfachen Lösungen an. Er zeigt aber Brüche und Fehler in den aktuellen Diskussionen auf. Und er weist darauf hin, dass die Fragen, die die aufgeklärte westliche Gesellschaft in Bezug auf Religion für längst beantwortet gehalten hat, neu gestellt werden müssen.«

Gerhard Pretting, ORF.at, 28. August 2009

»Casanova stellt verblüffende Parallelen her zwischen den antikatholischen Ängsten unter amerikanischen Einwanderungsgegnern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts und gegenwärtigen antimuslimischen Stimmungen in Teilen der europäischen öffentlichen Meinung.«

Otto Kallscheuer, Neue Zürcher Zeitung, 8. August 2009