Der ikonographische Imperativ der Deutschen

Wie in einem Aufschrei formulieren sie, was Werner Spies den ikonografischen Imperativ der deutschen Malerei nennt.

Die deutsche Kunst der Nachkriegszeit bezog sich nur allzu gerne auf die verführerischen Vorbilder der amerikanischen abstrakten Malerei, die bewusst »Vergangenheit« aufgab, um sich von der europäischen Geschichte, und damit vom Abrutschen in das Desaster von Krieg und Ausrottung zu distanzieren. Das Gegenstandslose, als Absolution von der Verwicklung mit dem Schändlich-Realen, war in der Bundesrepublik mehr als willkommen. Spies geht der Vehemenz der Werke von Anselm Kiefer, Neo Rauch, Jörg Immendorf bis zu Tomi Ungerer nach und fragt, warum dieser deutschen Kunst die Kunstgeschichte und Kritik bis heute mit so großen Vorbehalten und Ressentiments begegnet.

Der ikonografische Imperativ der Deutschen

Anselm Kiefer, Jörg Immendorf, Neo Rauch und die deutsche Kunst der Nachkriegszeit
Mit einer Laudatio auf Werner Spies von Durs Grünbein

Etwa 200 Seiten, gebunden, mit Abbildungen
€ 29,90 (D), € 30,80 (A)
ISBN 978-3-940432-53-7

Pressestimmen

»Es ist immer ein Vergnügen Texte von Werner Spies zu lesen, deshalb ist dieses Buch eine empfehlenswerte Freizeitlektüre für Laien und Connaisseure, die einen neuen Blick auf die deutsche Kunst der letzten hundert Jahre werfen möchten. Die Texte wecken das dringende Verlangen, direkt ins Auto zu steigen und in ein Museum zu fahren, wo man die Werke der genannten Künstler betrachten kann.«

Elena Bozhikova, Portal Kunstgeschichte.de, 27. Juli 2009

»Werner Spies ist ohne Zweifel einer der wichtigsten Kunsthistoriker der Gegenwart. Seine Rezensionen und Essays zählen unbestritten zu den Glanzlichtern des deutschen Feuilletonismus.«

Sebastian Karnatz, titel-magazin.de, 7. Mai 2009