Plädoyer gegen die Perfektion

»Sollten wir uns auf die Herausforderung einlassen, unser biologisch-genetisches Schicksal selbst in die Hand zu nehmen?«

Michael J. Sandel plädiert gegen eine Medizin, die den Menschen nicht nur heilen und gesunden lassen, sondern überhaupt besser machen will. Und der dazu alle Mittel recht sind.

Für ihn ist der Drang nach Perfektionierung der natürlichen menschlichen Fähigkeiten ein Zeichen von Machtstreben, eine Anmaßung, die den »Geschenk-Charakter« des Menschseins verkennt und verdeckt. Die politische Philosophie hat Fragen zu stellen, die die Moderne aus den Augen verloren zu haben scheint: spirituelle Fragen, die an der Grenze zwischen Philosophie und Theologie liegen.

Mit einem Vorwort von Jürgen Habermas.

Plädoyer gegen die Perfektion

im Zeitalter der genetischen Technik

Mit einem Vorwort von Jürgen Habermas
Aus dem Amerikanischen von Rudolf Teuwsen
Etwa 180 Seiten, gebunden,
Originaltitel: The Case against Perfection
(The Belknap Press of Harvard University Press, 2007)
€ 24,90 (D), € 25,60 (A)
ISBN 978-3-940432-14-8

Pressestimmen

»Was ist passiert, daß ein Buch wie dieses erscheint? Hat man es zu Ende gelesen, bleibt man noch eine gute Weile verdattert in der Dachstube sitzen (es ist erkennbar ein Buch für Dachstubenbewohner, nicht für Eigenheimbesitzer), bevor man wieder unten auf die Straße tritt, ins blütenstaubduftende sonnige Leben. Ja, was ist passiert, daß dieses „Plädoyer gegen die Perfektion” des Philosophen Michael Sandel erscheint – und uns aus dem großen Optimierungswahn reißt.«

Christian Geyer, FAZ, 28.04.2008

»Die Sorte Buch, die spätabends ein müder Arzt, der seinen Kundinnen auf deren Wunsch und zum eigenen Nutzen das alternde Gesicht wieder jung spritzt, noch verstehen kann. Es warnt vor freiwilliger Freiheitsberaubung.«

Elisabeth von Thadden, Die ZEIT, 10.07.08

»Was für ein grandioser Essay!«

Frankfurter Rundschau, 23. Juni 2008