In die neu entbrannte Debatte, in der die Evolution gegen den Gottesglauben ins Feld geführt wird und umgekehrt nach Gottes Spuren in der Evolutionsgeschichte gesucht wird, hat Owen Gingerich, der Astronom der Harvard University, in den Noble Lectures von 2006 die nötige Ordnung gebracht.
Beide Extreme – so Gingerich – verfehlen die wirklichen Fragen, die das Universum an den Menschen stellt: Denn wer – wie die Kreationisten – Gott als unmittelbar wirksame Ursache in der Erklärung der Entstehung von Kosmos und Leben nachzuweisen versucht, hat nicht begriffen, was eine naturwissenschaftliche Erklärung ist.
